Miguel Gallardo

Miguel Gallardo (geboren 1955 in Lleida, Katalonien) ist in erster Linie als Schöpfer von Makoki (1977) bekannt, der die beliebteste Kultfigur des spanischen Underground der Achtziger war. Inspiriert durch eine Erzählung von Felipe Borrallo und später mit Skripten von Juanito Mediavila ab dem zweiten Comic, erschien Makoki anfangs in der Musikzeitschrift Disco Express, später in der Star und dann in Besame Mucho. 1982 gibt der Verleger von El Víbora eine Zeitschrift namens Makoki heraus, die eher auf den Genre Humor ausgerichtet ist (und anfangs von Gallardo und Mediavila geleitet wird). Die Hauptfigur ist Makoki.
Gallardo war nicht nur Schöpfer von Makoki, 1979 war er auch Gründungsmitglied der legendären Zeitschrift El Víbora und von Anfang an ständiger Autor.
Im Bereich des Comics hat Gallardo auch einige Kurzgeschichten für die Presse geschrieben, so z.B. für ABC (Cartoons Buitra Buitaker) oder La Vanguardia (die Serie Perico Carambola). Ende der 1980er Jahre kehrt er der Kurzgeschichte den Rücken und widmet sich hauptsächlich anderen Tätigkeiten, die im Zusammenhang mit dem Zeichnen stehen. Nur um 1984 schreibt er wieder regelmäßig Kurzgeschichten für die Zeitschrift Viñetas von Joan Navarro. Seitdem schreibt er aber nur sporadisch Kurzgeschichten, so z.B. „Ein langes Schweigen“ oder „María und ich“ (die seinem Vater bzw. seiner Tochter gewidmet sind) oder Emotional World Tour (in Zusammenarbeit mit Paco Roca).
In den 1990er Jahren startet Gallardo eine bedeutende Laufbahn als Illustrator und macht sich einen Namen in dieser Branche. So hat er regelmäßig mit der Tageszeitung La Vanguardia, der Filmzeitschrift Fotogramas, The New Yorker, El País, Herald Tribune und vielen anderen zusammengearbeitet. Außerdem hat er zahlreiche Buchcover illustriert (u.a. die katalanische Fassung des weltbekannten Romans „Das Tagebuch der Bridget Jones).

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