Erwin Bechtold

Geboren 1925 in Köln (Deutschland)
Er lebt und arbeitet auf Ibiza. 1949 absolviert er eine Ausbildung zum Druckermeister, kehrt jedoch dem Beruf den Rücken, um sich der Kunst zu widmen, und geht nach Paris, wo er bei Fernand Léger arbeitet. In der französischen Hauptstadt plant er einen Kurztrip nach Barcelona, der zu einem längeren Aufenthalt wird. 1954 entdeckt er Ibiza, wo er sich später niederlässt. Seine Beziehungen zu Barcelona und den europäischen Kunstzentren erhält er jedoch aufrecht. In dieser Zeit ist Ibiza ein Treffpunkt für Künstler und Intellektuelle aus aller Welt, und hier gründet er die Künstlergruppe Grupo Ibiza 59. 1957 nimmt er an der legendären Ausstellung „Eine neue Richtung in der Malerei“ in der Mannheimer Kunsthalle teil, wo er zum ersten Mal auf deutsche Maler seiner Generation trifft. Zu Beginn der siebziger Jahre entstehen Bilder mit organischen Formen, die in Deutschland öffentliche Diskussionen entfachen. 1966 verlässt er diese Formen und fügt erstmals geometrische Elemente in seine Werke ein.

1987 beginnt er, den Winkel in Bezug zu Fläche und Raum zu setzen. Ein Stil, den er bis heute beibehalten hat. Zu seinen Auszeichnungen gehören u.a. der erste FAD-Preis im Jahr 1961, der Joan-Miró-Preis im Jahr 1973 in Barcelona und der Preis der VI. Biennale von Ibiza im Jahr 1974. Er hat u.a. in der Stiftung Joan Miró in Barcelona (1979), in der Llonja de Palma (1994), im Museu d’Art Contemporani d’Eivissa (1995), im Es Baluard Museu d’Art Modern i Contemporani de Palma (2005) und im Centro de Arte y Naturaleza (Zentrum für Kunst und Natur in Huesca (2008) ausgestellt. Seine Werke sind sowohl in nationalen als auch in internationalen Museen wie in der Stiftung Joan Miró in Barcelona, im Museum für moderne Kunst IVAM in Valencia, im Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía in Madrid, im Museum für zeitgenössische Kunst MACBA in Barcelona, im Solomon R. Guggenheim Museum in New York, im Ludwig Museum in Köln und in der Tate Collection in London präsent.